Dieses Gedicht ist entstanden in einer Phase wo wir als Gemeinschaft uns intensiv Gedanken gemacht darrüber wer wir sind oder nicht sind und wie wir leben wollen. Das Ergebnis dieses Prozesses war nicht absehbar und so drückt dieses Gedicht meinen Kampf um das Loslassen diesen Prozesses aus. Konkret ging es für mich um das loslassen von Menschen und Zielen, die mir alles bedeuteten.
hoffnung
wo schauen wir hin
wo siehst du hoffnung am horizont
oder ist in dir hoffnung
ist hoffnung da, wo du bist
wohin schaust du
wohin schaute moses mutter, als sie ihr neugeborenes in ein weidenkörbchen legte und zum fluß brachte
wohin schaute abraham, als er seinen sohn auf den altar legte
wohin schaute david all die jahre, als er wie flüchtling leben musste
sahen sie nicht alle eine hoffnungsvolle zukunft für sich und ihre kinder
wohin schaust du
Damaris Bittner 03.12.2006