Es gibt keine Gerechtigkeit!?!

Es steht nun schon länger aus diese Story, denn sie ist schon so oft erzählt worden und „die  Moral aus der „Geschicht“ wird inzwischen schon zitiert……

Es geschah im Sommer 2007, mein Ehemann und ich und unser Freund Axel haben uns aufgemacht um gemeinsam Urlaub zu machen. Zielort: Schweiz/Monstein.

Was hat die Schweiz Gutes zu bieten, da gäbe es viel zu sagen , aber was bringt Menschen dazu in die Schweiz zu gehen? Die Berge, die Seen, die Leute?

Ich sage:  die Schweizer Schokolade!

Schon beim erstem Einkauf holten wir 10 Tafeln Schokolade – ein Schnäppchen beim Migros.

Da wir immerhin drei ausgewachsene Erwachsene im besten Alter waren und drei Kleinkinder war dies für uns ein gutes Angebot wo wir gleich zu griffen.

Das Zehnerpack wurde Zuhause fein säuberlich in dem „Süßigkeiten und Knabberschrank“ verstaut. Für Kinder nicht zugänglich.

Erster Tag nach dem Kauf: 

Kinder machen Mittagspause.

Zeit für einen Kaffee und Schokoschub für die Erwachsenen.

Der Griff zur ersten Tafel – jeder bekommt einen Riegel.

Genuss und Ruhe- ach, das Leben ist schön!

Zweiter Tag: 

Kinder machen Mittagspause.

Zeit für Schokolade.

Jeder erhält einen Riegel.

Genuss und Ruhe – Ach, ist das Leben schön.

Obwohl so ein Riegel kann schön mickrig sein.

Na ja, niemand scheint das hier zu stören.

Aber ein bisschen komisch ist das schon.

So rationiert alles.

Dritter Tag: 

Kinder machen Mittagspause.

Zeit für Pause.

Jeder erhält seine Ration.

Sind wir hier auf einer Bergexpedition oder was?

In mir regt sich der Widerstand.

 Vierter Tag:

 Und so ging es weiter….

Ich finde diesen Gerechtigkeitsfanatismus ziemlich daneben.

Ich bin bereit ihn zu durchbrechen.

Ich bin allein.

Die Gelegenheit um auszusteigen aus diesem Spiel.

Ich gehe zum Schrank, hole mir meine Lieblingstafel und esse genüsslich die Tafel solange bis mein Schokoladenhunger gestillt ist.

Das ist Leben – in mir scheint wieder etwas zurechtgerückt zu sein.

Mir geht es gut.

Fünfter Tag:

 Mittagspause, die Kinder schlafen.

Zeit für Pause für die Erwachsenen.

Entrüstete Stimme:„Wer hat die …tafel gegesssen?“

„Ich.“

Entrüstete Stimme:„Du?.“„Das war meine Lieblingstafel!“

Ich: „Schade. Da ist noch ein bisschen was da. Die Tafeln reichen sowieso nicht, wir müssen  noch mal welche kaufen.“

Ich musste bald feststellen dass ich einen empfindlichen Nerv getroffen habe und ich keine Chance hatte gegen die Bestürzung von Axel und Marcus anzukommen.

Ich verstand die Welt nicht mehr ? Auf was für einen Trip waren die denn?

Irgendwann brach es aus mir hervor:

 „Es gibt keine Gerechtigkeit!“

 Jetzt war ich mit zwei Sozialpädagogen im Urlaub und dann war ich mit so viel Lebenskurzsichtigkeit konfrontiert.

 Kannst Du das verstehen?

 Wie ging es weiter? Wir gingen in diesem Urlaub nochmals zum Migros, und die Schokorationierung war ab dem Zeitpunkt aufgehoben.

 Und was ist die Moral von der Geschicht?

Es gibt keine Gerechtigkeit ! – aber Schokolade für alle .

       

Veröffentlicht in:  on März 6, 2008 at 7:13 Kommentare (3)

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3 Kommentare Leave a comment.

  1. Geil. Ich will auch mal in Urlaub mit euch…

  2. Wieso waren die da so angepisst? Das ist ja soo feierlich!!!!!!
    „Jetzt war ich mit zwei Sozialpädagogen im Urlaub und dann war ich mit so viel Lebenskurzsichtigkeit konfrontiert.“
    Das ist der beste Satz! Ich könnt mich kaputt lachen! Aber da siehst Du eben, die waren GANZ im Urlaub! Viel Grüße an Euch!

  3. Ich hätte es genauso gemacht – lass dich nicht durch die Jungs verunsichern! Weiter so … und guten Appetit! :)
    Nicole
    Ach ja: Wenn ihr das nächste Mal in CH seid, besorgst du mir dann auch ein paar Tafeln?! :) Merci vielmal!


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